Wille, Macht und noch viel mehr..
Jedes Ego will gern stark sein und wirkmächtig, andern falls wäre es kein gutes Ego.
Denn: Ego ist Power.
Bleibt nur die Frage, wofür setzt dein Ego Deine Wirkmacht ein.
Nur wenn du das weißt, (Selbstehrlichkeit) und wenn du weißt dass alles Energie ist, dann kommst du in deine Macht.
Macht entsteht aus innerer Ordnung.
Also, gehs an!
Wie es genau geht, findest du hier und in der fantastischen grafischen Darstellung; fotografiere es und lass es dir täglich ins Gesicht knallen; dann kommst du vielleicht ins Tun, dann ändert sich was und dann wirst du die Energie dort einsetzen, wo du es für richtig hältst und wirst nicht mehr von deinen Erinnerungen und Illusionen (Programmen) gelebt.
Der Weg vom ungeführten zum freien Willen
Viele Menschen meinen, sie handeln aus freiem Willen.
Bei genauerem Hinsehen aber merkt man:
Ich, der Mensch, re-agiere.
Auf Stress.
Auf Erwartungen.
Auf Angst.
Auf Müdigkeit.
Auf Emotionen.
Auf digitale Reize.
Auf Gewohnheiten.
Auf Druck von außen.
Dadurch entsteht kein geführtes Leben. Es entsteht ein re-aktives Leben.
Wenn du dich hier erkennst, beginnt der Weg, den Yoga seit Jahrtausenden beschreibt:
Der Weg vom ungeführten zum freien Willen.
Und zwar nicht als Motivation oder Theorie, sondern als praktische innere Schulung.
Der erste Schritt ist Ehrlichkeit.
Mensch erkenne:
Ich weiß oft, was richtig wäre, tue es aber nicht.
Ich verliere Energie.
Ich beginne Dinge und halte sie nicht.
Ich lasse mich von Stimmung führen.
Das ist kein moralisches Problem, es ist ein Problem innerer Führung.
Darum beginnt echte Entwicklung mit Beobachtung.
Wann verliere ich Klarheit?
Wann reagiere ich sofort?
Wann verliere ich mich in Diskussionen?
Wo zerstreue ich meine Kraft?
Welche Menschen, Situationen und Gewohnheiten schwächen mich?
Alleine diese Fragen verändern bereits dein Bewusstsein.
Und dann beginnt der Mensch zu erkennen, dass Wille nicht bedeutet: Ich zwinge mich.
Wille bedeutet: Ich halte eine klare Richtung.
Dadurch entsteht Stabilität.
Der Mensch beginnt dann, Zusagen einzuhalten, Dinge zu Ende zu bringen, nicht jeder Emotion sofort zu folgen, Spannung auszuhalten und vor allem Prioritäten klar zu setzen.
Das nennt Yoga Tapas. Tapas ist nicht Härte gegen sich selbst, sondern bewusste Schulung der inneren Führung.
Mit der Zeit geschieht etwas Entscheidendes: Der Wille wird stärker als die Stimmung. Der Mensch handelt nicht mehr nur danach, wie er sich gerade fühlt, sondern er/sie beginnt aus Klarheit zu handeln.
Dort übernimmt dann Buddhi die Führung: die Fähigkeit zu unterscheiden, klar zu erkennen und nicht sofort (automatisch wie eine Maschine, programmiert!) in Reaktion zu fallen.
Dadurch wiederum entsteht Ordnung.
Nicht starre Kontrolle, sondern innere Ausrichtung.
Der Mensch führt jetzt bewusster:
seine Aufmerksamkeit,
seine Sprache,
seine Zeit,
seine Energie,
seine Entscheidungen.
Genau daraus entsteht Macht. Nicht Macht über andere Menschen, sondern Macht über Zerstreuung,
Chaos, Impuls und vor allem über innere Unordnung.
Das verändert Arbeit.
Beziehungen.
Gesundheit.
Spiritualität.
Das gesamte Leben.
Ungeführtes Bewusstsein erzeugt Leid, geführtes Bewusstsein erzeugt Wirkung.
Irgendwann erkennt der Mensch: Freier Wille bedeutet nicht, alles tun zu können. Freier Wille bedeutet: das Richtige tun zu können, auch wenn Widerstand da ist. Das ist der Augenblick in dem Wille nicht mehr Kampf ist, sondern Ausdruck von Klarheit.
Das ist der Augenblick in dem Macht nicht mehr Kontrolle ist, sondern die natürliche Wirkung innerer Ordnung.
Zusammenfassung

Screenshot
Die Grafik zeigt die Entwicklung in Schritten:
- Der Mensch erkennt seine Unfreiheit
- Er beginnt zu beobachten
- Er erkennt seine Energielecks
- Er trainiert Stabilität
- Der Wille wird stärker als die Stimmung
- Buddhi übernimmt Führung
- Der Wille wird frei
- Das Leben wird geführt
- Der spirituelle Wendepunkt entsteht
Der Kern dieses Weges lautet: Ordnung im Inneren erzeugt Klarheit im Denken. Klarheit erzeugt Freiheit im Handeln.
Freiheit erzeugt Wirkung im Leben.
Oder einfacher: Das Leben wird geführt.
Das Buch dazu gibt es nur im Institut. Bestelle es dir gleich!
Literaturhinweise
Yoga Sutras of Patanjali
Yoga Sutra I.2
Yoga Sutra I.12–14
Yoga Sutra II.1
Yoga Sutra II.3
Bhagavad Gita
Kapitel 2
Kapitel 5
Kapitel 14
Vedānta-Lehre über Buddhi, Viveka und innere Führung
Traditionelle Yoga-Lehre zu Tapas, Abhyāsa und Vairāgya



